Tolle Bilder und Eindrücke aus der Sahara

Aktuelle Infos zum Saharamarathon 2009 gibt es auch hier ...

Besuch bei den Kindern 
der Wüste

Rund 170.000 Flüchtlinge aus dem ehemaligen Spanisch Sahara leben in der kargen Sahara im Südwesten Algeriens.  Vor rund 33 Jahren wurden sie aus ihrer Heimat vertrieben, Algerien bot ihnen eine provisorische Heimat.

Am 25. Februar 2009 wird der 9. SaharaMarathon/Walk durchgeführt.
Gemeinsam mit der UNO Flüchtlingshilfe sollen möglichst viele deutsche Läufer/innen motiviert werden, an dem Lauf teil zu nehmen. In 2007 waren wir mit einer Gruppe von 48 Teilnehmern/innen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und England dabei, in 2008 mit 25 Teilnehmern/innen. Da einige Teilnehmer den Wunsch geäußert haben, wieder an dem Lauf teilzunehmen und ihre Gastfamilien wiederzusehen, werden wir wieder eine Reise organisieren.

Dieser Lauf ist eine Mischung aus kontrolliertem Abenteuer, einmaligem Lauferlebnis und humanitärer Hilfe.

Es werden die Strecken 5KM, 10KM, Halbmarathon und Marathon in der Sahara gelaufen/gewalkt und laden zur Teilnahme ein.

Ich bin den Marathon selber schon in 2002, 2003 und 2007 mitgelaufen. Es ist zwar eine besondere Herausforderung in der Sahara zu laufen, aber für einen geübten Läufer oder Läuferin mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung durchaus machbar. Die trockene Hitze ist recht gut zu vertragen. Man muss es nur ruhig angehen lassen, genug trinken (die Wasserversorgung ist in Ordnung), ca. 45 Minuten mehr einplanen als für einen normalen Straßenmarathon.

Einige Teilnehmer/innen nutzten die Gelegenheit, um eine Wüstenwanderung zu machen. In 2008 hatten wir Manuel Andrack dabei, vielen bekannt als Redaktionsleiter der Harald Schmidt Show und bekennender Wanderer. Er wanderte flotten Schrittes den HM.

Wir wohnen in den Lehmhäusern oder Hauszelten der Saharawi, immer 4 – 5 Läufer gemeinsam. Geschlafen wird auf dicken Schaumstoffmatratzen unter Decken, eigentlich brauchen wir auch in den kalten Wüstennächten keinen weiteren Schlafsack. Das ist eher eine Sache der persönlichen Befindlichkeit. Ein Bettbezug, in den man beim Schlafen schlüpft, tut es auch.

Gegessen wird bei den Familien, wichtig ist, Wasser nur aus verschlossenen Flaschen zu trinken. Mit diesem System hatten wir in 2003 keine gesundheitlichen Probleme. In 2007/8 gab es einige Durchfallerkrankungen. Also Kohletabletten mitbringen.

Waschmöglichkeiten sind rar, Katzenwäsche ist angesagt. In dieser Umgebung lernen wir automatisch den sparsamen Umgang mit Wasser.
Allerdings haben seit 2007 die Gastfamilien schon Waschgelegenheiten für Ihre Gäste konstruiert. Ein einfacher kleiner Raum mit einer Wasserkanne, in dem man sich anfeuchten, einseifen und abspülen kann.

Die Laufstrecke führt vom Flüchtlingslager El Ayoun nach Smara,
wo das Ziel ist. Es ist also kein Rundkurs sondern eine gerade Strecke.
Das Streckenprofil ist relativ flach, der Boden fester Sand mit kleinen Steinen, einige Bodenwellen, an deren Fuß sich Flugsand gefangen hat.

Die Temperatur zu dieser Jahreszeit dürfte beim Start frühmorgens bei 10 – 15°C liegen, beim Zieleinlauf bei ca. 45°C.

Wasserstationen gab es genug, aber Eigenversorgung ist Pflicht für den Ausnahmefall. Zu Essen gibt es nichts unterwegs, also Müsliriegel mitnehmen.

Die Saharawi haben auf algerischem Boden eine gewisse Eigenverwaltung und eine eigene Republik gegründet, die DARS (Demokratische Republik Sahara), die allerdings nicht von allen Ländern anerkannt ist.

Die Organisation nicht ganz einfach und mit Änderungen des Programmes, auch während des Aufenthaltes, muss gerechnet werden, ohne aber den grundsätzlichen Charakter und Leistungsinhalt der Reise zu verändern.

Bisher haben sich einige Interessenten gemeldet, Meldeschluss ist der 15. Dezember 2008.

In dem Reisepreis sind EUR 150 für humanitäre Projekte, teils mit der UNO Flüchtlingshilfe, teils mit der internationalen Läufergemeinschaft, enthalten. Dieser Betrag kommt ohne Abzug den Projekten zugute.

Reisebeschreibung Saharamarathon kurz

Reisebeschreibung Saharamarathon lang

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Fotogalerie auf www.uno-fluechtlingshilfe.de