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Rund 170.000 Flüchtlinge aus dem ehemaligen Spanisch Sahara leben in der kargen Sahara im Südwesten Algeriens. Vor rund 32 Jahren wurden sie aus ihrer Heimat vertrieben, Algerien bot ihnen eine provisorische Heimat.
Am 25.Februar2008 wird der 8. SaharaMarathon / Walk durchgeführt. Gemeinsam mit der UNO Flüchtlingshilfe sollen möglichst viele deutsche Läufer/innen motiviert werden, an dem Lauf teil zu nehmen. In 2007 waren wir mit einer Gruppe von 48 Teilnehmern/innen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und England dabei. Da einige Teilnehmer aus 2007 den Wunsch geäußert haben, wieder an dem Lauf in 2008 teilzunehmen und ihre Gastfamilien wiederzusehen, werden wir wieder eine Reise organisieren.
 Dieser Lauf ist eine Mischung aus kontrolliertem Abenteuer, einmaligem Lauferlebnis und humanitärer Hilfe. Ein Ultramarathon wird in 2008 nicht stattfinden, da die WHMF diesen nicht wieder organisieren wird.
Es werden die Strecken 5, 10, Halbmarathon, Marathon in der Sahara gelaufen/gewalkt und laden zur Teilnahme ein.
Ich bin den Marathon selber schon in 2002, 2003 und 2007 mitgelaufen. Es ist zwar eine besondere Herausforderun g in der Sahara zu laufen, aber für einen geübten Läufer oder Läuferin mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung durchaus machbar.
Die trockene Hitze ist recht gut zu vertragen. Man muss es nur ruhig angehen lassen, genug trinken (die Wasserversorgung ist in Ordnung), ca. 45 Minuten mehr einplanen als für einen normalen Strassenmarathon.
Einige Teilnehmer/innen nutzten die Gelegenheit, um eine Wüstenwanderung zu machen, unsere älteste Teilnehmerin war deutlich über 70 Jahre, ein Teilnehmer wanderte mit Beinprothese.
Wir wohnen in den Lehmhäusern oder Hauszelten der Saharawi, immer 4 – 5 Läufer gemeinsam. Geschlafen wird auf dicken Schaumstoffmatratzen unter Decken, eigentlich brauchen wir auch in den kalten Wüstennächten keinen weiteren Schlafsack. Das ist eher eine Sache der persönlichen Befindlichkeit. Ein Bettbezug, in den man beim Schlafen schlüpft, tut es auch.
Gegessen wird bei den Familien, wichtig ist, Wasser nur aus verschlossenen Flaschen zu trinken. Mit diesem System hatten wir in 2003 keine gesundheitlichen Probleme. In 2007 gab es einige Durchfallerkrankungen, die sich die Teilnehmer wahrscheinlich in erster Linie in Tifariti geholt hatten. Die Region war zwar sehr interessant, aber aufgrund der Unerfahrenheit dieser Zone mit ausländischen Reisenden wollen wir von einem wiederholten Besuch dort absehen.
Waschmöglichkeiten sind rar, Katzenwäsche ist angesagt. In dieser Umgebung lernen wir automatisch den sparsamen Umgang mit Wasser. Allerdings hatten in 2007 die Gastfamilien schon Waschgelegenheiten für Ihre Gäste konstruiert.
Die Laufstrecke führt vom Flüchtlingslager El Ayoun nach Smara, wo das Ziel ist. Es ist also kein Rundkurs sondern eine gerade Strecke. Das Streckenprofil ist relativ flach, der Boden fester Sand mit kleinen Steinen, einige Bodenwellen, an deren Fuß sich Flugsand gefangen hat.
Die Temperatur zu dieser Jahreszeit dürfte beim Start frühmorgens bei 10 – 15°C liegen, beim Zieleinlauf bei ca. 45°C.
Wasserstationen gab es genug, aber Eigenversorgung ist Pflicht für den Ausnahmefall. Zu Essen gibt es nichts unterwegs, also Müsliriegel mitnehmen.
Die Saharawi haben auf algerischem Boden eine gewisse Eigenverwaltung und eine eigene Republik gegründet, die DARS (Demokratische Republik Sahara), die allerdings nicht von allen Ländern anerkannt ist.
Die Organisation nicht ganz einfach und mit Änderungen des Programmes, auch während des Aufenthaltes, muss gerechnet werden, ohne aber den grundsätzlichen Charakter und Leistungsinhalt der Reise zu verändern.
Bisher haben sich rund 20 Interessenten gemeldet, Meldeschluss ist der 15. Dezember 2007.
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