Arabischkurse
Arabisch lernen im Flüchtlingslager


Liebe Freunde der Sahara und der arabischen Sprache. Wir haben die Organisatorin des Sprachkurses bei dem Europalauf in Dobel/Schwarzwald kennengelernt. Wir sind von ihrem Engagement sehr beeindruckt und können diesen ungewöhnlichen Sprachkurs sehr empfehlen.

Wer Interesse hat, setzt sich bitte mit der Adresse auf dem Flyer in Verbindung.

Wolfgang Hofmann

Auch hier gibt es  interessante Infos zum Saharamarthon 2010
www.run2help.at

Ein weiteres sportliches Abenteuer in der Sahara bei den Saharawi.

Sahara Bike Race „Smash the wall“
2. Solidaritäts-Bikerennen: 26. März – 4. April 2010

Besuch bei den Kindern der Wüste
DER LAUF ZUM 10-JÄHRIGEN JUBILÄUM DES SAHARAMARATHON/WALK

Rund 170.000 Flüchtlinge aus dem ehemaligen Spanisch Sahara leben in der kargen Sahara im Südwesten Algeriens. Vor rund 34 Jahren wurden sie aus ihrer Heimat vertrieben, Algerien bot ihnen eine provisorische Heimat.

Am 22.Februar2010 wird der 10. SaharaMarathon/Walk durchgeführt.
Gemeinsam mit der UNO Flüchtlingshilfe sollen möglichst viele deutsche Läufer/innen motiviert werden, an dem Lauf teil zu nehmen. Seit 2002 waren wir mit  Gruppen von Teilnehmern/innen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Norwegen und England dabei.

Die Saharawi werden alles tun, um das Jubiläum im Rahmen ihrer Möglichkeiten besonders attraktiv zu organisieren. Schon in 2009 fand die Siegerehrung am Tag nach dem Lauf in einer Art open-air Amphitheater statt. So konnten auch die Einheimischen teilnehmen, ein farbenprächtiges Bild.

Und es ist wieder wie in 2009 ein Ausflug nach Dakhla geplant. Viel Aufwand, aber Dakhla hat einen ganz anderen Charakter. Durch die Abgeschiedenheit haben die Bewohner einiges an Eigeninitiative entwickelt. Es gibt sogar kleine Gewürz-/Gemüsegärtchen bei den Unterkünften.

Ein Höhepunkt ist das Fußballspiel von uns Läufern gegen eine einheimische Mannschaft. Da geht es ganz schön zur Sache. 

Der Lauf ist eine Mischung aus kontrolliertem Abenteuer, einmaligem Lauferlebnis und humanitärer Hilfe.

Es werden die Strecken 5KM, 10KM, Halbmarathon und Marathon in der Sahara gelaufen/gewalkt und laden zur Teilnahme ein.

Ich bin den Marathon selber schon 4 x seit 2002 mitgelaufen. Es ist zwar eine besondere Herausforderung in der Sahara zu laufen, aber für einen geübten Läufer oder Läuferin mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung durchaus machbar. Die trockene Hitze ist recht gut zu vertragen. Man muss es nur ruhig angehen lassen, genug trinken (die Wasserversorgung ist in Ordnung), ca. 45 Minuten mehr einplanen als für einen normalen Straßenmarathon.

Einige Teilnehmer/innen nutzten die Gelegenheit, um eine Wüstenwanderung zu machen. In 2008 hatten wir Manuel Andrack dabei, vielen bekannt als Redaktionsleiter der Harald Schmidt Show und bekennender Wanderer. Er wanderte flotten Schrittes den HM.

Wir wohnen in den Lehmhäusern oder Hauszelten der Saharawi, immer 4 – 5 Läufer gemeinsam. Geschlafen wird auf dicken Schaumstoffmatratzen unter Decken, eigentlich brauchen wir auch in den kalten Wüstennächten keinen weiteren Schlafsack. Das ist eher eine Sache der persönlichen Befindlichkeit. Ein Bettbezug, in den man beim Schlafen schlüpft, tut es auch.

Gegessen wird bei den Familien, wichtig ist, Wasser nur aus verschlossenen Flaschen zu trinken. Mit diesem System hatten wir zwar ab und zu Probleme mit der Verdauung, die hielten sich aber in Grenzen gegenüber der Auftaktveranstaltung in 2002. Also Kohletabletten mitbringen.

Waschmöglichkeiten sind rar, Katzenwäsche ist angesagt.  In dieser Umgebung lernen wir automatisch den sparsamen Umgang mit Wasser.
Allerdings haben seit 2007 die Gastfamilien schon Waschgelegenheiten für Ihre Gäste konstruiert. Ein einfacher kleiner Raum mit einer Wasserkanne, in dem man sich anfeuchten, einseifen und abspülen kann.

Die Laufstrecke führt vom Flüchtlingslager El Ayoun nach Smara,
wo das Ziel ist. Es ist also kein Rundkurs sondern eine gerade Strecke.
Das Streckenprofil ist relativ flach, der Boden fester Sand mit kleinen Steinen, einige Bodenwellen, an deren Fuß sich Flugsand gefangen hat.

Die Temperatur zu dieser Jahreszeit dürfte beim Start frühmorgens bei 10 – 15°C liegen, beim Zieleinlauf bei ca. 40°C. In 2009 war es sogar recht frisch, am Nationalfeiertag mit der großen Parade wehte ein kalter Wind, bei dem Ausflug nach Dakhla regnete und hagelte (!!!!) es.

Wasserstationen gibt es genug, aber Eigenversorgung ist Pflicht für den Ausnahmefall. Zu Essen gibt es nichts unterwegs, also Müsliriegel mitnehmen.

Die Saharawi haben auf algerischem Boden eine gewisse Eigenverwaltung und eine eigene Republik gegründet, die DARS (Demokratische Republik Sahara), die allerdings nicht von allen Ländern anerkannt ist.

Die Organisation nicht ganz einfach und mit Änderungen des Programmes, auch während des Aufenthaltes, muss gerechnet werden, ohne aber den grundsätzlichen Charakter und Leistungsinhalt der Reise zu verändern.

Bisher haben sich einige Interessenten gemeldet, Meldeschluss ist der 15. Dezember 2009.

In dem Reisepreis sind EUR 125 für humanitäre Projekte, teils mit der UNO Flüchtlingshilfe, teils mit der internationalen Läufergemeinschaft, enthalten. Dieser Betrag kommt ohne Abzug den Projekten zugute.

Reisebeschreibung Saharamarathon 2010